Gewinn für Nissan im ersten Quartal

Nissan schrieb schwarze Zahlen in den ersten drei Monaten dieses Jahres, wie aus einer eben veröffentlichten Pressemitteilung des japanischen Herstellers hervorgeht. Damit wird immer mehr klar: Die Autobranche ist nicht dem Untergang geweiht, nur die Spritschlucker gehören mehr und mehr der Vergangenheit an.

„ERGEBNISSE DES 1. QUARTALS DES LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHRES 2009
NISSAN ERWIRTSCHAFTET OPERATIVEN GEWINN VON 90 MILLIONEN EURO

* Nettoverlust in Höhe von 120 Millionen Euro
* Weiterhin positiver Cashflow für 2009 anvisiert
* Weltpremiere des Elektroserienmodells bei Einweihung der neuen Konzernzentrale

Für das erste Quartal des am 31. März 2010 endenden Geschäftsjahres 2009 meldet die Nissan Motor Co., Ltd., einen Nettoverlust in Höhe von 16,5 Milliarden Yen (170 Millionen US-Dollar, 120 Millionen Euro). Im gleichen Zeitraum des vergangenen Geschäftsjahres hatte Nissan einen Nettogewinn von 52,8 Milliarden Yen (540 Millionen US-Dollar, 400 Millionen Euro) ausgewiesen.

Während die Nettoumsätze im Vergleich zum Vorjahr um 35,5 Prozent auf 1,5148 Billionen Yen (15,55 Milliarden US-Dollar, 11,42 Milliarden Euro) zurückgingen, fiel der operative Gewinn mit 11,6 Milliarden Yen (120 Millionen US-Dollar, 90 Millionen Euro) um 85,5 Prozent. Der Verlust aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 26,1 Milliarden Yen (-270 Millionen US-Dollar, -200 Millionen Euro).

„Die Marktbedingungen bleiben 2009 nach wie vor sehr hart. Doch die Maßnahmen im Rahmen unseres „Recovery Plans“ greifen und wir verzeichnen erste positive Ergebnisse“, berichtet Nissan-Präsident und CEO Carlos Ghosn. „Wir befinden uns auf gutem Kurs, im laufenden Geschäftsjahr einen positiven Cashflow zu generieren. In unserem Ausblick bleiben wir allerdings zurückhaltend.“

Die weltweiten Nissan-Verkaufszahlen sind zwischen April und Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 22,8 Prozent auf insgesamt 723.000 Einheiten gesunken. Während im gesamten nordamerikanischen Raum der Absatz um 31,6 Prozent auf 225.000 Fahrzeuge fiel, verkaufte das japanische Unternehmen im weiterhin schrumpfenden US-Markt 173.000 Einheiten, ein Minus von 31,5 Prozent. Auf dem Heimatmarkt Japan setzte Nissan 116.000 Fahrzeuge ab. Das sind 21,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In Europa kam das Unternehmen auf insgesamt 118.000 Verkäufe, ein Rückgang gegenüber dem ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 von 24,6 Prozent. Dagegen legte Nissan in China um 9,3 Prozent kräftig zu. Insgesamt 145.000 Einheiten konnte das Unternehmen auf diesem weiterhin wachsenden Markt absetzen. In den übrigen Weltmärkten fielen die Verkaufszahlen um 29,8 Prozent auf insgesamt 119.000 Einheiten.

Insgesamt drei neue Modelle brachte Nissan von April bis Juni 2009 auf die Märkte, darunter den PIXO in Europa, den NV200 in Japan und das G37 Cabrio der Tochtermarke Infiniti in den USA. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009 plant Nissan die Einführung von insgesamt acht neuen Modellen.

„Trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist Nissan selbstsicher genug, ein neues Kapitel zu Wachstum und Innovation aufzuschlagen“, kündigt Ghosn an. „Im August ziehen wir nach mehr als 40 Jahren in unsere neue Konzernzentrale nach Yokohama und kehren damit zu unseren Wurzeln zurück. Gleichzeitig feiert hier unser erstes Elektrofahrzeug sein Debüt. Das neue Modell steht an der Spitze unserer Unternehmensvision, mit der wir Null-Emissions-Mobilität allen Menschen zugänglich machen wollen.“

Der Ausblick für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr 2009 bleibt unverändert. Nissan rechnet unter der Annahme eines Wechselkurses von 95 Yen/US-Dollar und 125 Yen/Euro mit einem operativen Verlust von 100 Milliarden Yen (1,05 Milliarden US-Dollar, 800 Millionen Euro) und einem Nettoverlust von 170 Milliarden Yen (1,79 Milliarden US-Dollar, 1,36 Milliarden Euro).

Hinweis: Die in dieser Pressemitteilung in US-Dollar und Euro angegebenen Beträge wurden der Einfachheit halber mit 97,4 Yen/US-Dollar und 132,7 Yen/Euro umgerechnet. Dabei handelt es sich um die durchschnittlichen Wechselkurse im laufenden Geschäftsjahr.“

(Quelle: Nissan)