Fußball-EM 2012: Höheres Unfallrisiko für Fußballfans mit labiler Psyche

Anlässlich der anstehenden Fußball Europameisterschaft 2012 warnt der Auto Club Europa vor steigenden Unfallrisiken, wenn Autofahrer der Spielübertragung im Radio folgen. „Spontane Fußballfieber-Attacken“ lenken vom Straßenverkehr ab und können negative Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit haben.

Höheres Unfallrisiko für Fußballfans mit labiler Psyche

Verkehrspsychologe schlägt Alarm: Das Unfallrisiko kann zunehmen, wenn Autofahrer während wichtiger Fußball-EM-Spiele ihre Konzentration verlieren und sich zu sehr erregen. Der ACE Auto Club Europa empfiehlt daher: Nur noch wirklich stressresistente Chauffeure sollten bei der Übertragung von entscheidenden Fußballspielen das Autoradio eingeschaltet lassen.

„Spannende Reportagen samt dramatischer Schilderungen von prekären Torraumszenen lenken Autofahrer vom eigentlichen Verkehrsgeschehen total ab“, warnt ACE-Verkehrspsychologe Winfried Schmidt. „Leute mit labiler Psyche sitzen dann nicht mehr ruhig hinterm Steuer, sondern sie bewegen sich gefühlsmäßig wie in einer La Ola-Welle“.

Wer aber auf diese impulsive Weise Auto fahre, der begebe sich fahrtechnisch schnell ins Abseits, mit allen Konsequenzen die das haben kann, fügt Schmidt hinzu. Nach seinen Worten können spontane Fußballfieber-Attacken die seelischen Zustände der Menschen verändern. Durch die vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen werden Autofahrer so unter Umständen einem unmittelbar wirkenden nachteiligen Einfluss auf die eigene Fahrtauglichkeit ausgesetzt, macht Schmidt deutlich.

Die „Rote Karte“ zückt der Verkehrspsychologe kompromisslos beim Themenkomplex Alkohol, Fußball und Straßenverkehr. „Es ist längst bewiesen, dass alkoholfreie Getränke den ausgelassenen Siegesrausch und Spaß nicht mindern können“. Alkohol-Trinker hingegen gehörten nicht hinters Steuer. Auch wer das Problem von Restalkohol im Blut ignoriere könne noch vom Platz gestellt werden, das heißt, seine Fahrerlaubnis verlieren.

Verkehrspsychologe: Fanbeflaggung von Autos fördert Teamgeist

ACE-Experte Schmidt kann der Fußballbegeisterung aber auch viele positive Seiten abgewinnen. „Die Leute sitzen häufig besser gelaunt hinterm Steuer, sie üben sich in Toleranz und Geduld. Auch die Fanbeflaggung von Autos fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl, was im Straßenverkehr hierzulande leider zu selten sichtbar wird“.“

Quelle Pressemitteilung: ACE