Formel 1 2011 Sebastian Vettel unter Druck Jenson Button der Triumphator!

Zum zweiten Mal hat er in der Formel 1 2011 verloren, und das knapp und jeweils gegen einen Fahrer von McLaren-Mercedes. In Montreal, beim Kanada GP, wurde Sebastian Vettel unter Druck gesetzt, und Jenson Button wurde zum Triumphator! Vielsagende Auszüge aus der (in Englisch gehaltenen) Pressekonferenz mit Fragen an Vettel und seine Antworten gibt es natürlich bei uns!

Frage: Sebastian, ein weiteres Finish unter sehr hohem Druck für dich aber dieses Mal lief es nicht so wie du wolltest. Wie enttäuscht bist du jetzt?

Sebastian Vettel: Natürlich bin ich enttäuscht. Ich denke es war vom Start bis zum Ziel ein sehr schwieriges Rennen und wir haben jede einzelne Runde geführt, abgesehen von der letzten. Oder einem Teil der letzten. Ich war vielleicht zu konservativ, als ich nach der letzten Safety Car-Phase an der Spitze war und habe die Lücke nicht weit genug geöffnet. Ich habe versucht, die Lücke zu den Wagen hinter mir zu halten. Dann habe ich Jenson durchkommen sehen. Ich habe alles gegeben, und ich denke, es wäre auch genug gewesen am Ende, aber offensichtlich war es nicht genug, weil ich einen Fehler gemacht habe. Es ist eindeutig meine Schuld. Ich habe das Heck etwas blockiert und was du dann tun musst, ist das Auto zu öffnen, indem du ein wenig gerader fährst, wenn da nur eine Linie ist. Aber ich bin auf der nassen Strecke gelandet und es war dann ziemlich einfach für ihn, mich zu überholen. Sicherlich, ich denke, dass heute ein guter Tag ist. Es war ein schwieriger Tag,  bei dem man schnell mal Fehler machen konnte, und wir haben gesehen, dass es viele Autos nicht bis ins Ziel geschafft haben, daher sind es gute Punkte. Aber wenn du es schon in Händen lässt und es dir dann nehmen lässt, ist das nicht das süßeste Gefühl, aber alles in allem war es für uns ein gutes Rennen.

Siegerehrung Kanada GP Formel 1 2011 (c) Andrew Ferraro/LAT Photographic

Siegerehrung Kanada GP Formel 1 2011 (c) Andrew Ferraro/LAT Photographic

Frage: Sebastian, offensichtlich enttäuscht davon Zweiter zu sein, nachdem du so lange in Führung lagst und jeden der fünf Safety Car Starts anscheinend gut hinbekommen hast. Erzähl uns davon. Du hast bis zur letzten Runde so dominant gewirkt.

Sebastian Vettel: Ja, ich denke, es war ein langes Rennen. Offensichtlich mit einer langen Pause zwischendrin, aber sehr schwierigen Bedingungen. Es war ziemlich hart und ich denke es ist eins der herausforderndsten Rennen, die wir dieses Jahr hatten. Alles in allem denke ich, dass ich zufrieden sein kann, aber im Moment sind die frischesten Eindrücke, die ich habe, die, die ich vermutlich gerade zeige. Natürlich bin ich enttäuscht. Das ganze Rennen über in Führung zu liegen und das zu wissen, war so schwierig. Es war ein kniffliges Rennen. Das Safety Car war auch nicht gerade hilfreich für uns, aber wir haben unser Bestes gegeben. Das sind heute gute Punkte. Ich kann das erkennen. Es ist wichtig ins Ziel zu kommen, gerade bei einem solchen Rennen, aber in der letzten Runde diesen Fehler zu machen, der womöglich der einzige Fehler war, den ich im ganzen Rennen gemacht habe, ist einfach nicht besonders toll. Aber so läuft es eben. Ich denke wir haben alle alles versucht und machen manchmal eben Fehler. Ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass ich da einen Fehler gemacht habe, und wenn es hier trocken gewesen wäre, hätte es kein Problem gegeben. Aber es war nun mal nass und außerhalb der trockenen Linie und sehr aufwändig. Also bin ich am Ende Zweiter geworden.

Frage: Du bist einfach abgegangen, erinnerst du dich wieso?

Sebastian Vettel: Ich habe etwas zu spät gebremst. Offensichtlich konnte ich fühlen, dass Jenson etwas schneller war als wir. Ich hätte vielleicht am Anfang nach der Safety Car-Phase nach dem Neustart mehr Druck machen sollen. Ich hatte so was wie eine 4 Sekunden Führung aufgebaut und dann dachte ich, dass die Leute hinter mir ein ähnliches Tempo fahren würden, daher habe ich nicht wirklich versucht, den Abstand zu vergrößern, weil ich nicht weiß, was nachher mit den Reifen oder einer anderen Safety Car-Phase passieren könnte. Ich war da vielleicht etwas zu vorsichtig. Wenn ich einen Vorsprung von sechs oder sieben Sekunden gehabt hätte, dann wäre das alles eine ganz andere Geschichte gewesen, aber so waren es halt irgendwann nur noch drei. Es war ein Rennen, das schwierig zu beenden war. Ich konnte besonders im letzten Sektor sehen, dass Jenson sehr nah gekommen ist und deutlich aufgeholt hat.

Quelle Zitate: FIA, Übersetzung: Autonews-123.de, Foto: Pirelli