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Mit aufsteigener Form zum Großen Preis von Ungarn – Renault will sich beweisen

20 Juli 2009 2 Kommentare

Es wird Zeit, ein Wörtchen mit zu reden in Sachen Formel 1, dies hat sich das Team von Renault nun auf die Fahne geschrieben. Zwar ist die Fahrer-WM für Alonso bereits abgeschrieben mit 13 Punkten und dem 9. Platz. Dennoch will das ING Renault F1 Team beweisen: Wir können noch mitfahren, und zwar ganz vorne.

Auch in der Fahrerwertung ist Renault inzwischen weit abgeschlagen, mit den 13 Punkten von Fernando Alonso und den bisher null Punkten von Nelson Piquet Jr. Dennoch muss möglicherweise bald auch mit dem Sohn des dreimaligen Formel 1-Weltmeisters Nelson Piquet gerechnet werden.

„Wollen in Ungarn unsere aufsteigende Form bestätigen“

Das ING Renault F1 Team reist mit neuer Zuversicht zum Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring bei Budapest. Beim zehnten von 17 Läufen zur Formel 1-Weltmeisterschaft 2009 will das Team die aufsteigende Form bestätigen, die Werksfahrer Fernando Alonso beim vorigen Rennen auf dem Nürburgring mit der schnellsten Rennrunde unterstrichen hatte.

Die zweite Saionsonhälfte hat begonnen – und das ING Renault F1 Team will die „zweite Halbzeit“ nutzen, um wie im Vorjahr die Highlights zu setzen. Mit der schnellsten Runde beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring vor gut einer Woche bewies Fernando Alonso, welches Potenzial im Renault R29 steckt. In Ungarn will der Weltmeister von 2005 und 2006 nun um die Podestplätze kämpfen. Zum Hungaroring hat der Spanier zudem eine ganz besondere Beziehung: 2003 errang er mit Renault auf der ungarischen Strecke seinen ersten Formel 1-Sieg und kürte sich zum damals jüngsten Grand Prix-Gewinner aller Zeiten.

Flavio Briatore, Geschäftsführender Direktor des ING Renault F1 Teams, kündigte schon auf dem Nürburgring eine Aufholjagd an: „Auch wenn wir nur mit zwei WM-Punkten im Gepäck heimreisen, ist dieses Wochenende für das ING Renault F1 Team überaus positiv verlaufen“, resümiert er in der Eifel. „Fernando Alonso war während des Grand Prix richtig schnell unterwegs und hat sich Position für Position nach vorne gekämpft. Auf dieser Renn-Performance möchten wir aufbauen und mit weiteren Fortschritten die zweite Saisonhälfte in Angriff nehmen – so wie uns dies im Vorjahr auch gelungen ist.“

Auch Pat Symonds, Leitender Chefingenieur des ING Renault F1 Teams, befand nach dem Deutschland-Grand Prix: „Unser Renault R29 hat sich an diesem Formel 1-Wochenende als deutlich konkurrenzfähiger erwiesen. Als sich Fernando Alonso an seinen langsameren Mitstreitern vorbei gekämpft hatte, konnte er das volle Potenzial seines weiterentwickelten Boliden ausspielen.“

Der Große Preis von Ungarn aus Sicht von ING Renault F1

Fahrer und Ingenieure treffen auf dem Hungaroring auf eine Vielzahl komplexer Herausforderungen. Da die Puszta-Strecke keinerlei Hochgeschwindigkeitskurven aufweist, fahren die Teams mit dem höchstmöglichen aerodynamischen Abtrieb. Besonderes Augenmerk legen die Techniker auf die Motorkühlung, da es in Ungarn um diese Jahreszeit meist sehr heiß ist. Die hochsommerlichen Temperaturen machen auch den Piloten zu schaffen, die für die anstrengende 70-Runden-Distanz in Top-Form sein müssen.

Das winklige Layout des Hungarorings mit seinen 14 fast nahtlos aufeinanderfolgenden Kurven bietet lediglich eine echte Überholmöglichkeit: das Ende der Start-Ziel-Geraden. Abgesehen von diesem 700 Meter kurzen Geradeausstück besteht die Strecke aus einer Abfolge von langsamen bis mittelschnellen Kurven mit kurzen Bremszonen, in denen kaum ein Weg an einem Gegner vorbeiführt.

Auf der relativ langsamen, kurvenreichen Strecke ist der mechanische Grip ein wesentlicher Faktor. Das ING Renault F1 Team stimmt den R29 deshalb im Vergleich zu anderen Kursen „weicher“ ab, was der Traktion an der Hinterachse zugutekommt. Damit das Auto trotzdem gut auf Lenkbefehle reagiert, wird das Set-up an der Vorderachse etwas härter gewählt. Wie in Monaco stellt Reifenpartner Bridgestone den Teams in Ungarn die Reifenoptionen „weich“ und „superweich“ zur Verfügung.

Fernando Alonso: „Ich komme immer gerne nach Budapest zurück“

Fernando, auch wenn es auf dem Nürburgring nur zu zwei WM-Punkten reichte: Der Renault R29 scheint einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben …

Fernando Alonso: Wir haben uns zweifellos verbessert, und die jüngsten Upgrades machen uns deutlich konkurrenzfähiger. Schade, dass mir der Regen im Qualifying einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Von Startplatz 12 aus konnte ich in der ersten Rennhälfte nicht das wahre Potenzial des Renault R29 zeigen. Als ich schließlich freie Bahn hatte, konnte ich die Pace meines Wagens voll ausspielen. Insgesamt elf Mal markierte ich die schnellste Rundenzeit. Dies beweist, dass wir über das Potenzial für einen Podestplatz verfügten.

Jetzt geht es nach Budapest. Auf dem Hungaroring hast du 2003 deinen ersten Formel 1-Sieg gefeiert. Wie fühlt es sich an, an den Ort zurückzukehren, an dem sozusagen alles begann?

FA: Mit meinem ersten Formel 1-Sieg vor sechs Jahren verbinde ich nach wie vor ganz besondere Erinnerungen, denn es war zugleich der erste Erfolg für Renault seit der Rückkehr in die Formel 1. Das ganze Team zog daraus damals ungeheuer viel Motivation und Selbstvertrauen. Ich komme immer gerne nach Budapest, denn es ist eine wunderschöne Stadt und die Leute sind freundlich. Auch im Fahrerlager ist die Stimmung immer sehr entspannt, denn jeder freut sich auf den Urlaub in der bevorstehenden Formel 1-Sommerpause.

Was kannst du uns über die Strecke und das Set-up erzählen?

FA: Der Hungaroring ist eine der langsameren Strecken der Saison. Du fährst praktisch ständig um eine Kurve. Der Kurs ist daher psychisch ebenso anstrengend wie physisch durch die hohen Temperaturen. Wegen der vielen langsamen Kurven benötigst du eine stabile Fahrzeugfront, denn Untersteuern kostet viel Zeit. Gute Traktion und mechanischer Grip sind ebenfalls wichtig, damit du gut aus den Ecken herauskommst. Überholen ist auf dem Hungaroring sehr schwierig, die einzig gute Möglichkeit bietet sich am Ende der Start-Ziel-Geraden. Wir müssen daher im Qualifying die bestmögliche Vorstellung zeigen, so dass wir aus den Top Ten starten können.

Nelson Piquet Jr.

Nelson Piquet: „Punkte müssen in Ungarn das Ziel sein“

Nelson, dein Wochenende auf dem Nürburgring hatte Höhen und Tiefen. Kann man das so sagen?

Nelson Piquet: Das war sicher kein einfaches Wochenende, denn das Wetter änderte sich ständig – ganz besonders während des Qualifyings. Es war schön, dass ich es ins Q3 geschafft habe. Leider verlief mein Rennstart nicht glücklich und es fiel mir schwer, meine harten Reifen auf Temperatur zu bekommen. Dadurch verlor ich in der ersten Runde einige Positionen. Anschließend kämpfte ich hart, aber mein Renault R29 verfügte nicht über die Updates, die Fernando an seinem Wagen hatte. Deshalb war es schwierig, mich zu verbessern oder gar Fernandos Tempo mitzugehen.

Auf dem Hungaroring hast du in deiner Karriere bereits einige Erfolge gefeiert. Freust du dich auf das Rennen?

NP: Ich verbinde gute Erinnerung mit dem Grand Prix von Ungarn in der vergangenen Saison. Das war mit Sicherheit eines meiner bislang besten Formel 1-Rennen, ich wurde Sechster. Außerdem habe ich während meiner GP2-Zeit einmal in Ungarn gewonnen. Die Strecke verfügt zwar nicht über schnelle Kurven, trotzdem macht es Spaß, hier zu fahren.

Wie lauten deine Ziele für das Wochenende?

NP: In Ungarn werden mir die gleichen Upgrades zur Verfügung stehen wie Fernando, so dass auch mein Renault R29 konkurrenzfähiger sein dürfte. Wie immer möchte ich mich für die Top Ten qualifizieren und von dort die Punkteränge anpeilen. Das Qualifying spielt auf dem Hungaroring eine entscheidende Rolle, denn es gibt kaum Überholmöglichkeiten.

Bob Bell (Technischer Direktor ING Renault F1 Team):

„Müssen in Ungarn ein weiteres gutes Ergebnis erzielen“

Bob, auf dem Nürburgring gelang dem ING Renault F1 Team ein großer Schritt vorwärts. Was waren die Gründe dafür?

Bob Bell: Die erstmals eingesetzten Upgrades verbesserten die aerodynamische und mechanische Performance des Renault R29, dadurch stieg unsere Konkurrenzfähigkeit. Wenn du durch Neuentwicklungen erreichst, dass sich die Piloten im Rennwagen absolut wohlfühlen und Vertrauen ins Auto haben, gewinnst du oftmals mehr, als die einzelnen Komponenten in der Theorie bringen müssten. Dafür war der Grand Prix von Deutschland ein sehr gutes Beispiel. Fernando fuhr auf allerhöchstem Niveau und konnte das Maximum aus den neuen Teilen an seinem Wagen herausholen.

Auch wenn am Ende nur zwei Punkte heraussprangen: Der Renault R29 war auf dem Nürburgring das schnellste Auto im Rennen. Das muss Sie für den weiteren Saisonverlauf optimistisch stimmen …

BB: Sicher ist das ermutigend, aber wir müssen vorsichtig sein und dürfen uns nicht an einer einzelnen guten Vorstellung begeistern. Es ist unsere Aufgabe, diese Performance-Verbesserung in Ungarn zu bestätigen. Wir müssen zeigen, dass die Schnelligkeit im R29 steckt und am Nürburgring nicht durch einzigartige Umstände wie zum Beispiel die Streckenbedingungen oder die Reifen zustande kam.

Der Große Preis von Ungarn 2009:

Start: 26.7.2009, 14:00 Uhr MESZ
Strecke: Hungaroring, Budapest
Distanz: 70 Runden à 4,381 km = 306,458 km

Ergebnis 2008:

Sieger: Heikki Kovalainen (McLaren)
Fernando Alonso (Renault): Platz 4
Nelson Piquet (Renault): Platz 6“

(Quelle Textauszug und Foto: Renault)



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