„Qualitäts“-Journalismus in Sachen Abwrackprämie

Wer heute noch glaubt, er könnte beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ qualitativ gute Artikel finden, der wird heute eines Besseren belehrt. Da schreibt einer, mit Bezugnahme auf die „Bild“-Zeitung, die sich wiederum auf BaFa-Zahlen bezieht, dass der Fördertopf für die Abwrackprämie bis zur Bundestagswahl wohl aufgebraucht ist. Nur noch rund 300.000 Neuwagen könnten angeschafft werden laut „Bild“ und dem nachhechelnden „Spiegel“. Richtig ist jedoch: Noch exakt 283.073 Anträge auf Gewährung der Abwrackprämie können gestellt werden. Dies war heute Morgen zu Dienstbeginn des zuständigen Amtes, des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BaFa, die Zahl der noch möglichen Anträge.


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Wieso der „Spiegel“ nun die „Bild“ braucht, um auf eine, nicht mal ganz richtige, Zahl zu kommen? Das versteht niemand. Es zeigt nur, wie das qualitative Niveau des deutschen Journalismus immer mehr dem Ende zugeht. Da ist jemand beim „Spiegel“ nicht in der Lage, eine einfache Webseite aufzurufen, dort die richtigen Zahlen abzurufen und darüber dann zu schreiben. Sondern liest lieber zum Frühstück die „Bild“, denkt sich, ach, da mache ich was drüber. Und vergisst dabei, dass es Zeiten gab, in denen Journalisten noch recherchiert haben. Schade, sehr schade. Blogger wie wir werden nicht ernst genommen von denen, die denken, sie hätten die Weisheit des Schreibens für sich gepachtet. Dabei ist der „Journalismus von der Straße“ inzwischen in Bezug auf die Qualität der Artikel oftmals um Längen besser – und oftmals noch, wie die Journalisten der alten Schule es taten, dazu noch richtig recherchiert. Hätten alle Journalisten zu allen Zeiten so gearbeitet, wäre es niemals zur Aufklärung von „Watergate“ gekommen. Vielleicht sollten sich das die Herren und Damen in den Redaktionen klarmachen, anstatt ständig voneinander abzuschreiben, anstatt selbst Ideen zu haben…

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